Magazin

Im Gespräch. Drei Fragen an Andreas Blaschke

Dieser Artikel wurde
von Melanie Botschek (Autor)
geschrieben.

„Am Anfang stand ich dem Projekt etwas skeptisch gegenüber. Ein weitere tote Suchmaschine, die die Welt nicht braucht.“

Erstmal regional, Andreas
Erstmal regional, Andreas

Frage 1 —
Stell Dich kurz vor, wie heißt Du? Wie lautet Dein Motto?

Andreas, 45 Jahre. Mein Motto ist kein Motto 😉

Frage 2 —
Was glaubst Du wissen die Menschen über samenfestes Saatgut?

Leider wenig. Ich denke, das hat damit zu tun, dass den Leuten Landwirtschaft auch anders verkauft wird. Wie und was da eigentlich gemacht wird, wie Landwirtschaft heute funktioniert, weiss keiner. Und eigentlich funktioniert sie ja schon lange nicht mehr. Ich behaupte sogar, das das Thema in naher Zukunft, in Verbindung mit der Veränderung des Klimas, eine der grössten Rollen spielen wird.

Den ersten Kontakt hatte ich vor ca. 2 Jahren, als wir einen Kinofilm darüber sahen. Da waren 2 Typen, die irgendwelche Samen gesucht, gefunden und getauscht haben. Fast wie Drogen. Die waren so glücklich über ihren Fund, das mich das stutzig gemacht hat und ich dem Thema etwas später mal nachgegangen bin. Heute verstehe ich, warum die beiden im Film so bei der Sache waren.

Frage 3 —
Was hast Du in Zukunft vor, wie machst Du weiter, was erwartest Du bzw. wünscht Du Dir von der Gesellschaft?

Am Anfang stand ich dem Projekt etwas skeptisch gegenüber. Ein weitere tote Suchmaschine, die die Welt nicht braucht. Jeder Radiosender macht ein auf „regional“ und klatscht irgendwo eine Suchbox auf ein Gemüsebild. Allein die Tatsache, dass sich hier inzwischen so viele tolle und interessante, innovative Leute angemeldet haben, sich und das was sie machen, zeigen, hat mir einen unglaublichen Motivationsschub gegeben.

Erwarten kann man von der Gesellschaft glaube ich nichts. Wünschen würde ich mir mehr Aufmerksamkeit für das, was die ganzen Leute hier machen.

Das auf dem Tisch sind übrigens Aubergine Bambini, Solanum melongena.