Der Verlust der Biodiversität ist ein schleichender Prozess, der meist nur von Fachleuten beachtet und diskutiert wird, obwohl er die Lebensgrundlagen aller betrifft. Auch die Nahrungsquelle vieler Insekten – Wildgräser und -blumen – ist gefährdet: Der Lebensraum Wildblumenwiese ist für den Erhalt des Artenreichtums unersetzlich. Im Bereich der Nutzpflanzenzucht gibt es zahlreiche Initiativen, die es sich zur Aufgabe machen, alte Obst- und Gemüsesorten zu erhalten. Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben hat sich der wissenschaftlichen Erforschung und dem Erhalt der Pflanzenvielfalt verschrieben. Hier wird Saatgut gesammelt, gelagert und in regelmäßigen Abständen ausgepflanzt, damit die Samen keimfähig bleiben. Einige Saatgutproduzenten haben sich darauf spezialisiert, heimische Wildblumen und Wildgräser nicht nur als Kulturgut, sondern insbesondere für die Insekten zu bewahren. Die „Xenius“-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug helfen einem Landwirt dabei, seltene Wildblumenarten anzupflanzen, unterstützen ihn bei der Ernte und bei der Gewinnung von Saatgut.

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»Wer die Saat hat, hat das Sagen.« Dieses Sprichwort bringt es auf den Punkt: Wer unser Saatgut kontrolliert, kontrolliert die gesamte Nahrungsmittelkette. Die Agrarindustrie versucht weltweit die Kontrolle über die Saat zu übernehmen. Doch vielerorts kämpfen Bäuerinnen und Gärtner dafür, über ihr Saatgut und ihre Art der Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Sie geben ihr Saatgutwissen weiter, tauschen bäuerliche Sorten und erproben zukunftsfähige Wege der Zusammenarbeit.

Welche Wege Samengärtner, Züchterinnen und Aktivistinnen finden, um die Sortenvielfalt zu erhalten, schildert dieses liebevoll gestaltete Buch – und macht dabei Lust, beim Samengärtnern selbst dabei zu sein.

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